Stern.de: Die Sorglosigkeit der Digital Na(t)ives

Digital Natives sind offenbar Gefahrensucher im Netz. Junge Menschen, die alle digitalen Kommunikationswege intensiv nutzen, gehen besonders häufig in die Fallen von Cybergangstern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie zur Onlinekriminalität.

Schäden in Milliardenhöhe

Für seinen Cybercrime Report 2011 hat das US-amerikanische Unternehmen Symantec, Hersteller der Norton-Sicherheitsprodukte, knapp 20.000 Personen in 24 Ländern nach ihrem Onlineverhalten und ihren Erfahrungen mit Cyberkriminalität befragt. Die Untersuchung bezieht sich nur auf Privatpersonen, nicht auf Unternehmen.

In Deutschland entsteht laut der Studie ein direkter finanzieller Schaden in Höhe von insgesamt 16,4 Milliarden Euro. Durchschnittlich zehn Tage benötigt ein Kriminialitätsopfer, um den entstandenen Schaden zu regeln. Rechnet man die Kosten für den Zeitaufwand mit, erhöht sich der Schaden innerhalb eines Jahres auf 24,3 Milliarden Euro. 76 Prozent der befragten deutschen Erwachsenen gaben an, einmal in ihrem Leben Opfer von Cybercrime geworden zu sein. Jeden Zweiten hatte es sogar innerhalb der vergangenen zwölf Monate erwischt. Zu den Cyberverbrechen zählt Symantec Schadsoftware (Viren, Trojaner), Onlinebetrügerei (Phishing, Verkauf nicht existierender Waren), Diebstahl von persönlichen Informationen und Kredit- und Bankdaten, aber auch Belästigungen in sozialen Netzwerken (Cyberbullying, Stalking).

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