Für Urlauber und Wohnungssuchende ist es lückenloser Service, für Datenschützer lückenloser Voyeurismus: Internet-Konzerne wie Google und Microsoft verknüpfen Karten, Satellitenbilder, Fotos und Videos und schaffen so im Internet ein immer genaueres Abbild der Welt. Mit der in Deutschland umstrittenen Straßenansicht "Street View" ist das Ende noch längst nicht erreicht.
Hobbyfotografen und Lokalpatrioten laden ihre Fotos bei Flickr und YouTube hoch. Tourismusbehörden bauen Webcams auf, die einen Blick auf die Promenade oder den Strand erlauben. Und Karten- Anbieter stellen nicht nur Stadtpläne, sondern auch hausnummerngenaue Satellitenaufnahmen ins Netz. Immer mehr Bilder unserer Welt sind online verfügbar. Und dank Google, Bing und Co. lassen sie sich mit einem Klick finden. Auch ohne die Straßenansicht "Street View", mit der der Suchmaschinen-Primus in Deutschland aneckt, entsteht so ein detailreiches Abbild der Welt.
Der Nutzen der Dienste ist klar: Urlauber, die über Reisekatalogen grübeln, können mit einem Klick in der Ferne vorbeischauen. Ist da vielleicht eine Disco direkt neben der Ferienanlage? Und sind es bis zum Meer wirklich nur ein paar Schritte? Menschen, die einen Umzug planen, können sich manchen Besichtigungstermin sparen, wenn sie die Umgebung anhand der Aufnahmen im Netz inspizieren.
Zu lesen bei magnus.de: Wie ein Finne "unten ohne" von Google "Street View" geknipst wurde- das digitale Abbild der Welt sorgt für Unbehagen
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