Neue Entwicklung in Sachen Street View: Wie das Verbraucherschutzministerium meldet, hat Google offenbar in einem Gespräch mit Ministerin Ilse Aigner (CSU) zugesagt, die umstrittenen Straßenansichten für den Online-Kartendienst Google Maps erst online zu stellen, wenn die Widersprüche von Bürgern vollständig berücksichtigt seien. Die betreffenden Wohnungen, Häuser und Gärten sollen demnach komplett unkenntlich gemacht und die Rohdaten vernichtet werden.
Darüber hinaus scheint Google gewillt, auch Sammelwidersprüche von Städten und Gemeinden mit den Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern zu akzeptieren. Somit könnten Kommunen in den Rathäusern vorformulierte Widerspruchslisten auslegen und diese gebündelt weiterleiten, regt die Verbraucherschutzministerin an. Das Ministerium bietet auf seinen Webseiten Musterwidersprüche zum Download an.
Für Urlauber und Wohnungssuchende ist es lückenloser Service, für Datenschützer lückenloser Voyeurismus: Internet-Konzerne wie Google und Microsoft verknüpfen Karten, Satellitenbilder, Fotos und Videos und schaffen so im Internet ein immer genaueres Abbild der Welt. Mit der in Deutschland umstrittenen Straßenansicht "Street View" ist das Ende noch längst nicht erreicht.
Hobbyfotografen und Lokalpatrioten laden ihre Fotos bei Flickr und YouTube hoch. Tourismusbehörden bauen Webcams auf, die einen Blick auf die Promenade oder den Strand erlauben. Und Karten- Anbieter stellen nicht nur Stadtpläne, sondern auch hausnummerngenaue Satellitenaufnahmen ins Netz. Immer mehr Bilder unserer Welt sind online verfügbar. Und dank Google, Bing und Co. lassen sie sich mit einem Klick finden. Auch ohne die Straßenansicht "Street View", mit der der Suchmaschinen-Primus in Deutschland aneckt, entsteht so ein detailreiches Abbild der Welt.
Der Nutzen der Dienste ist klar: Urlauber, die über Reisekatalogen grübeln, können mit einem Klick in der Ferne vorbeischauen. Ist da vielleicht eine Disco direkt neben der Ferienanlage? Und sind es bis zum Meer wirklich nur ein paar Schritte? Menschen, die einen Umzug planen, können sich manchen Besichtigungstermin sparen, wenn sie die Umgebung anhand der Aufnahmen im Netz inspizieren.
Die Bundesregierung verlässt sich beim Breitbandausbau weiterhin auf die Kräfte des Marktes. "Die Marktteilnehmer entscheiden darüber, wann sie ihre Netze aufrüsten, deshalb setzen wir vor allem auf den Wettbewerb", erläuterte der für die Informations-, Telekommunikations- und Postpolitik zuständige Abteilungsleiter Andreas Schuseil aus dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) am Montag auf einer Konferenz des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) die Breitbandstrategie der Bundesregierung.
Mit der Strategie hatte im Februar 2009 die seinerzeit noch schwarz-rote Koalition das Ziel ausgegeben, in einem ersten Schritt die Breitbandversorgung bis Ende 2010 flächendeckend mit mindestens 1 Mbit/s zu sichern; bis 2014 sollen die Netze so weiterentwickelt werden, dass für mindestens 75 Prozent aller Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von 50 Mbit/s zugänglich sind.
"Wer heute noch den Internet Explorer 6 installiert hat, geht ein unnötiges Risiko ein und sollte dringend auf die kostenlose Version 8 upgraden, die ein deutlich höheres Schutzniveau bietet", kommentiert Tom Köhler, Direktor Informationssicherheit bei Microsoft Deutschland, den aktuellen Security Intelligence Report für das zweite Halbjahr 2009. Der Report fasst die unter anderem mit Microsofts Malicious Software Removal Tool (MSRT), Forefront und den Security Essentials gesammelten Daten zusammen.
Der beste Schutz sei, lautet Microsofts Interpretation des Reports, neben einem gesunden Misstrauen und einer aktuellen Antiviren-Software ein System zu betreiben, dessen Software auf dem neuesten Stand ist. Zumindest für Betriebssysteme sprechen dabei laut Report die Zahlen für sich: Windows Vista SP2 und Windows 7 werden nicht einmal halb so oft von Schadsoftware befallen wie Systeme mit Windows XP.
Wieder Wirbel um Street View: Deutsche Datenschützer erheben weitere Vorwürfe gegen Google. Der Suchmaschinen-Riese registriere für das ohnehin schwer umstrittene Street-View-Projekt auch private Funknetze, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des Hamburgischen Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar und des Datenschutzbeauftragten des Bundes, Peter Schaar, vom heutigen Donnerstag. Die Datenschützer fordern den "sofortigen Ausbau der WLAN-Scanner aus Google-Street-View Fahrzeugen". Caspar hält die Erfassung für "rechtswidrig".
Die meisten Internet-Programme tun nicht nur das, was sie sollten, sondern nehmen vielfältige Kontakte mit ihren Herstellern auf.
"Programme, die nach Hause telefonieren? – die lass ich von der Firewall blockieren!", wähnen sich viele Anwender in trügerischer Sicherheit. Sie übersehen dabei eine Gruppe von Programmen, die die Erlaubnis zum Interneteinsatz per Definition haben müssen – die Internetprogramme, Browser, Mail-Clients und Instant Messenger sowie deren angeschlossene Plugins.
Eine Aktualisierung des PC-Sicherheitspakets von McAfee hat am Mittwoch zehntausende Rechner abgeschossen - es behandelte Windows XP wie einen PC-Virus. Apple-Nutzer sehen das vielleicht ähnlich, doch die Betroffenen PC-Nutzer können nicht lachen: Die Software-Panne legte ganze Firmen lahm.
Das "5958 DAT Update Issue" dürfte in die Analen des IT-Sicherheitsunternehmens McAfee eingehen, vielleicht wird man in einigen Jahren sogar darüber lachen können. Im Augenblick ist das definitiv nicht so: Für rund vier Stunden lieferte McAfee am Mittwoch im automatischen Update-Verfahren eine Aktualisierung seines Business-PC-Sicherheitspakets aus, die aktuelle Versionen von Windows XP wie ein Virus behandelte und abschoss.
Datenschutzbeauftragte aus zehn Ländern richten sich mit der Forderung nach einem besseren Datenschutz an den Internetdienstleister Google. In einem Brief an den Konzernchef Eric Schmidt zeigen sie sich zunehmend besorgt darüber, dass das Recht der Menschen auf Datenschutz vergessen werde, wenn Google eine neue Technik einführe. Dabei nehmen sie Google Buzz und den Straßenansichtsdienst Street View als Beispiel.
Der Brief, der nach Angaben der Pressestelle des Bundesdatenschutzbeauftragten heute um 14 Uhr Ortszeit in der US-Hauptstadt Washington vorgestellt werden soll, wurde außer von Peter Schaar von Datenschutzbeauftragten aus Kanada, Frankreich, Irland, Israel, Italien, den Niederlanden, Neuseeland, Spanien und Großbritannien unterschrieben. Bisher ist der Brief auf der Website des kanadischen Datenschützers und seines französischen, italienischen sowie niederländischen Kollegen einsehbar. Der Bundesdatenschutzbeauftragte will ihn am morgigen Mittwoch auf seiner Website veröffentlichen.
Vergesst den Bundestrojaner, die Spione stecken schon in Eurer Jackentasche! Mit dieser Botschaft führt ein IT-Experte Managern vor, wie leicht ihre Handys und Laptops zu knacken sind - und verrät Abwehrstrategien.
Im ersten Moment ist es eine Enttäuschung. Die Live-Vorführung einer Online-Durchsuchung hatten die Veranstalter angekündigt. Doch statt eines BKA-Beamten mit offizieller Späh-Software erscheint ein Mann mit rundlichem Gesicht im Konferenzsaal eines Berliner Hotels. Was Tobias Schrödel in der nächsten Dreiviertelstunde vorführt, ist für die rund 60 Zuhörer dann aber kaum weniger beunruhigend, als es die Vorstellung eines amtlichen Online-Schnüfflers sein könnte.
Der Skandal um ausspionierte Schüler in den USA nimmt neue Dimensionen an. Eine Schulbehörde hat per Webcam heimlich Zehntausende Fotos von Nutzern der schuleigenen Laptops gemacht. Auf den Servern wurden auch intime Aufnahmen gefunden.
In den USA sorgt eine Bespitzelung durch eine Schulbehörde von Schülern mit schuleigenen Laptops für Schlagzeilen. Auf den Servern der Behörde seien insgesamt 56.000 Aufnahmen sichergestellt worden, darunter neben Fotos auch sogenannte Screenshots von den Computer-Bildschirmen, bestätigte der Anwalt des Schulbezirks Lower Merion in Philadelphia am Montag. Mit dieser zuerst von der Zeitung "Philadelphia Inquirer" gemeldeten Zahl nimmt der bereits im Februar aufgedeckte Skandal eine neue Dimension an.
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